Asthma (bronchiale)

asthma Asthma (bronchiale) ist eine ernstzunehmende, chronische Erkrankung der Atemwege. Etwa fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland leiden unter der Atemwegserkrankung, bei Kindern ist die Quote doppelt so hoch. Die Krankheit ist behandelbar, aber selten heilbar.

Asthma bronchiale = Atemnot

Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer. Meist beginnt die entzündliche Erkrankung bereits im Kindesalter. Die chronische Krankheit führt bei Erregung und körperlicher Anstrengung zu Atemnot bis hin zu Erstickungsanfällen. Dabei kommt es zu vermehrter Schleimbildung und gleichzeitiger Verengung der Atemwege. Die Bronchialmuskulatur verkrampft sich, das Luftholen wird erschwert oder unmöglich. Jährlich sterben etwa 5.000 Menschen in Deutschland an den Auswirkungen eines Asthma-Anfalls. Ein akuter Asthma-Anfall ist lebensbedrohlich.

Asthma: Ursachen

Mit der Zunahme von Allergien steigt die Asthmahäufigkeit in den westlichen Ländern. Auch eine Veranlagung spielt eine Rolle. Verschiedene Umweltreize verursachen bei anfälligen Menschen eine chronische Entzündung der Bronchien. Es wird unterschieden zwischen allergischem und nicht allergischem Asthma. Rauchen in der Schwangerschaft, Passivrauchen und extreme Luftverschmutzung bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann das nichtallergische Symptom auslösen. Auf den britischen Inseln kommen Asthmaerkrankungen mit bis zu 18 Prozent europaweit am häufigsten vor. Allergisches Asthma ist meist eine Begleiterscheinung zu vorhandenen oder erworbenen Allergien.

Behandlung und Vorbeugung bei Asthma

Die Krankheit wurde bereits im 15. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben. Eine gesunde Lebensweise ist auf jeden Fall nicht schädlich. Die chronische Atemwegskrankheit wird in vier Stufen untergliedert, von leicht bis schwer. Die Asthmabehandlung erfolgt ursachenspezifisch. Allergieauslöser sollten erst spezifiziert und dann gemieden werden (Hausstaub, Tierhaare). Sensibilisierungen können Allergien (z.B. gegen Pollen) und somit Asthma lindern. Atemmasken helfen kurzfristig, Inhalieren mit Dampf ebenfalls. Bei mittelschwerer bis schwerer Klassifizierung muss ein Inhalator mitgeführt werden, dessen zerstäubende Wirkstoffe bei einem Asthma-Anfall entkrampfen und abschwellen. Die Dosierung der Inhaltsstoffe legt der Arzt fest.

Alternative Heilmittel
Dampfbäder mit Kamille und Salzlösung, Atemmaske nachts
Arzt/Fachgebiet
Kinderarzt, Allgemeinmediziner, HNO-Arzt
Auswirkungen
chronisch, dauerhafte Beeinträchtigung
Begleiterscheinungen
Allergien
Medikamente
Zerstäuber und Inhalatoren (Sympathomimetika)
operative Behandlung
nicht möglich
Symptome
Kurzatmigkeit, Atemnot, Erstickungsanfälle