Heuschnupfen

Heuschnupfen ist der umgangssprachliche Ausdruck für allergische Reaktionen auf verschiedene Auslöser, und können das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen. Die Erkrankung erfolgt meist bereits im Kindesalter und begleitet die Betroffenen ein Leben lang.

Heuschnupfen = Pollinose = Allergie?

Allergiker sind nicht allergisch auf Heu, wie der Name vermuten lässt, sondern auf Schwebteilchen (meist Pollen oder Hausstaub), die über die Atemwege in den Körper gelangen und vom Immunsystem in Form einer Überreaktion bekämpft werden. Pollinose bzw. allergische Rhinitis lautet der Fachbegriff für Heuschnupfen und betrifft immer die oberen Luftwege sowie die Augen. Nicht jede Allergie löst eine allergische Rhinitis aus. Eine Allergie auf bestimmte Stoffe (Allergene), die sich in der Umwelt befinden, kann auch Hauterkrankungen wie Dermatitis verursachen. Wie lange die Symptome andauern, hängt von den saisonalen Vorkommen der Allergene ab. Hausstauballergiker leiden das ganze Jahr an der Erkrankung. Die Schleimhäute schwellen an, die Nase läuft ununterbrochen und die Augen tränen.

Heuschnupfen: Ursachen

Übermäßige Hygiene wird als Ursache vermutet. Kinder vom Land leiden selten oder nie an einer Allergie. Der Abwehrstoff Globulin E hat die Aufgabe, Parasiten im menschlichen Körper zu bekämpfen. Da diese in modernen Ländern kaum mehr vorkommen, sucht sich die "Gesundheitspolizei" andere Feinde in Form von Blütenstaub, Hausstaub, Pilzsporen oder Tierhaaren. Dabei kann der Mensch auf nur ein Allergen allergisch sein oder aber auf mehrere zusammen. Die Hauptzeit für Pollenallergiker liegt in den Monaten März bis August, wobei die Haselnuss bereits ab Januar ihre Pollen fliegen lässt. Tierhaarallergiker können sich von Tieren fernhalten. Pollenallergikern gelingt eine solche Vermeidungstaktik nicht.

Behandlung und Vorbeugung

Zuerst muss festgestellt werden, auf welche Stoffe der Körper allergisch reagiert. Hierzu wird ein Allergietest (Prick-Test) oder eine Blutuntersuchung vorgenommen. Eine vom Arzt durchgeführte Hyposensibilisierung (eine Art Impfung) lindert die Symptome. Verschwinden wird die Allergie nie. Auch ist die Veranlagung zu Heuschnupfen vererbbar. Inzwischen gibt es jedoch gute Medikamente (auch auf pflanzlicher Basis), welche die schlimmsten Symptome erträglich machen, so dass die Betroffenen ein normales Leben führen können. Homöopatische Mittel helfen jedoch nicht. Auch die Wirkung von Akupunktur ist nicht nachgewiesen. Beste Vorbeugung ist die Vermeidung der Allergene (was nicht immer möglich ist) sowie eine frühzeitige Erkennung und Behandlung.

Alternative Heilmittel
Inhalieren, Atemmaske
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, HNO-Arzt, Allergologe
Auswirkungen
Schnupfen, tränende Augen
Begleiterscheinungen
Bindehautentzündung, Asthma, Sinitis
Medikamente
Antihistaminika, Nasenspray
operative Behandlung
keine
Symptome
Schwellungen der Nasen- und Rachenschleimhaut