Magengeschwür

Als Magengeschwür (Ulcus ventriculi) wird ein lokaler Defekt oder eine lokale Veränderung der Magenschleimhaut bezeichnet. Ein Magenschwür entsteht meist nach einer entzündlichen Magenerkrankung, wenn die Magenschleimhaut schlecht durchblutet und die Schleimschicht somit nicht mehr ausreichend gegen die aggressive Magensäure (für die Verdauung notwendig) geschützt wird. Die Betroffenen sind meist über 50 Jahre alt, jedoch können bei verschiedenen Auslösern auch bereits früher Geschwüre im Magen auftreten.

Magengeschwür = Ulcus ventriculi

Ein Magengeschwür sieht aus wie kleines ausgefranstes Loch, das sich farblich (meist weißlich) vom gesunden Gewebe abgrenzt und dieses in der Heilungsphase sternförmig um den geschädigten Bereich zusammenzieht. Dadurch kann es zu Bewegungsstörungen der Magenmuskulatur und chronischen Schmerzen kommen. Ein Geschwür kann nur durch eine Magenspiegelung lokalisiert werden. Dabei wird meist eine Biopsie (Gewebeprobe) vorgenommen, um z.B. Krebs auszuschließen. Ein Magendurchbruch entsteht, wenn die Magenwand an der geschädigten Stelle perforiert und muss sofort operativ behandelt werden.

Magengeschwür: Ursache

Hauptursache sind ein Missverhältnis zwischen schädigenden und schützenden Faktoren (Magensäureüberschuss, Gastritis) sowie in dem meisten Fällen zusätzlich das Bakterium Helicobacter pylori, welches erstmals 1982 entdeckt und klassifiziert wurde. Einem Magengeschwür geht in der Regel eine chronische Entzündung (Gastritis) voran. Als Ursachen hierfür gelten (neben besagtem Bakterium) Stress, falsche Ernährung, Alkoholmissbrauch und Rauchen. Menschen mit der Blutgruppe 0 erkranken häufiger an Gastritis mit anschließendem Magengeschwür.

Behandlung und Vorbeugung

Magengeschwüre sind zu 90 Prozent heilbar. Verschiedene säurehemmende Mittel schonen die Magenschleimhaut und fördern den Heilungsprozess. Außerdem wird eine Ernährungsumstellung empfohlen. Betroffene Menschen sollen Lebensmittel wie Kaffee, Alkohol sowie scharfe und fettige Speisen meiden. Kräutertees und magenschonende Lebensmittel helfen, den Magen zu beruhigen und Geschwüren vorzubeugen. Eine Gastritis muss frühzeitig behandelt werden. Eine Selbstmedikation mit Schmerzmitteln bekämpft nur die Schmerzen, jedoch nicht die Ursache und fördert das Entstehen von Magengeschwüren.

Alternative Heilmittel
Kräuterpackungen, Tee
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Gastroenterologe, Chirurg
Auswirkungen
stechende Bauchschmerzen bei Nahrungsaufnahme, später chronisch
Begleiterscheinungen
Blutungen, Magendurchbruch, Krebs
Medikamente
säurereduzierende Mittel, leichte Schmerzmittel, Antibiotika
operative Behandlung
möglich
Symptome
Magenschmerzen, Unwohlsein, Sodbrennen