Magenschleimhautentzündung

Als Magenschleimhautentzündung wird eine Entzündung der Magenschleimhaut bezeichnet. Diese kann akut (plötzlich) oder chronisch (dauerhaft) auftreten. Die Ursachen sind vielfältig. Unbehandelt kann eine Magenentzündung zu Magengeschwüren führen. Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere.

Magenschleimhautentzündung = Gastritis

Gastritis lautet der Fachbegriff für einen Magenschleimhautentzündung. Der Magen ist ein Hohlmuskel und produziert zur Verdauung der Nahrung Säuren (u.a. Salzsäure und verschiedene Enzyme). Die Magenschleimhaut schützt die Mageninnenwände. Ist diese durch Überbeanspruchung oder eine Infektion beschädigt, greifen die Magensäuren die Schleimhaut an und es kommt zu einer Gastritis. Eine Magenentzündung ist schmerzhaft, mit Krämpfen, Übelkeit und Appetitlosigkeit verbunden. Robuste, schmerzunempfindliche Menschen merken erst spät, dass sie erkrankt sind. Erste Symptome können Aufstoßen und Sodbrennen sein.

Magenschleimhautentzündung: Ursachen

Mit dem Alter lässt die Regerationsfähigkeit der Zellen nach. Deshalb sind ältere Menschen häufiger von einer Magenentzündung betroffen, weil sich die eigentlich schnell wachsenden Zellen der Magenschleimhaut nicht schnell genug regenerieren können. Übermäßige Produktion von Magensäure ist eine weitere Ursache. Grund kann ein Herunterschlingen kaum gekauter Nahrung sein. Hartes Brot verletzt zum Beispiel die Schleimhaut. Auch eine Infektion oder bestimmte Medikamente greifen die Magenschleimhaut an und machen sie empfindlich gegen die Säuren. Grund für eine chronische, bakterielle Magenschleimhautentzündung ist oft der Erreger Heliobacter Pylori. Auch übermäßiger Alkoholgenuss, Nikotin und scharfes, fetthaltiges Essen zerstören die Zellen der Magenschleimhaut und führen zu einer Entzündung. Auch Stress ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Behandlung und Vorbeugung

Bei einer chronischen, bakteriellen Gastritis kommen Antibiotika zum Einsatz. Zusätzlich werden säurehemmende Mittel (Säureblocker) verabreicht und Schonkost verordnet. Hierzu zählen Zwieback, Haferschleim und Tee. Auf Alkohol und Zigaretten ist während der Behandlung ganz zu verzichten. Stress ist zu vermeiden. Das gleiche gilt für eine akute Magenschleimhautentzündung. Hier sind Antibiotika jedoch wirkungslos. Unbehandelt kann eine Gastritis zu Magengeschwüren führen.

Alternative Heilmittel
Wärme, Kräutertees, Propolis, Ruhe, Stressvermeidung
Arzt/Fachgebiet
Gastronenterologe, Allgemeinmediziner
Auswirkungen
allgemeines Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Krämpfe, Erbrechen
Begleiterscheinungen
Sodbrennen, Magengeschwür
Medikamente
Schmerzmittel, säurereduzierende Mittel, Antibiotika
operative Behandlung
möglich (bei Magengeschwür)
Symptome
dumpfe Schmerzen im Oberbauch