Narben

Als Narbe (lateinisch: cicatrix) werden sichtbare Hautveränderungen aufgrund von Wundheilung bezeichnet. Kleine Verletzungen, Schnitte und Schrammen verursachen kleine Narben, die nach abgeschlossener Wundheilung nicht mehr sichtbar sind, große Verletzungen, Operationen, Verbrennungen etc. "produzieren" große Narben. Bei empfindlichen Menschen schmerzt das Narbengewebe gelegentlich. Außerdem werden Narben jeglicher Art als kosmetisches Problem angesehen.

Narben = Wundheilung

Die Wundheilung hat eine wichtige Funktion und "repariert" beschädigte Stellen unseres Körpers (sowohl außen als auch innen). Zurück bleibt eine sichtbare Narbe. Das Narbengewebe besteht aus glattem, haar- und drüsenlosem kollagenreichem Bindegewebe. Da auch die Pigmentierung fehlt, erscheint eine Narbe farblos. Wie eine Narbe aussehen wird, hängt von der Wundheilung selbst ab. Knorpelige oder eingefallene Operationsnarben sehen unschön aus und können Schmerzen verursachen. Narben nach Verbrennungen sind besonders problematisch und bereiten den Betroffenen die größten Probleme.

Narben: Ursachen

Wird nur die Oberhaut verletzt, ist das Narbengewebe am Anfang als rötliches, später helles Gewebe sichtbar. Es verschwindet mit der Zeit und gleicht sich der übrigen Haut an. Echte Narben entstehen, wenn die Verletzung tiefer geht, die Lederhaut und darunter liegendes Gewebe durchtrennt und zerstört wird. Großflächige Schürfwunden (z.B. bei Stürzen mit dem Fahrrad) sehen zwar spektakulär aus, hinterlassen nach der Wundheilung jedoch selten sichtbare Hautläsionen.

Behandlung und Vorbeugung

Die Entwicklung einer Narbe hängt stark mit der Pflege während der Wundheilung zusammen. Das sich aufbauende Gewebe muss mit medizinischen und entzündungshemmenden Narbensalben, die Heparin und Allantoin enthalten, besonders gepflegt werden, damit es geschmeidig bleibt. Diese Behandlung wird Narbenpflege genannt. Hat sich eine Narbe erst einmal vollständig gebildet, erreicht eine Narbenpflege meist keine Verbesserungen oder Veränderungen der Haut mehr. Um sogenannte hypertrophe Narbenwülste zu vermeiden, kommen Kompressionsverbände und Silikonauflagen zum Einsatz.

Alternative Heilmittel
Propolis, Aloe Vera, Zwiebelextrakt
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Dermatologe, Chirurg
Auswirkungen
Narbenbildung
Begleiterscheinungen
Keloid (gutartige Geschwulst), Narbenbruch
Medikamente
Phantenol, Heparin, Allantoin
operative Behandlung
Gewebeabtragung durch Laserbehandlung (nur bei Hypertrophie)
Symptome
sichtbare Hautveränderungen