Nebenhöhlenentzündung

Bei den Nasennebenhöhlen handelt es sich um insgesamt acht luftgefüllte Hohlräume im Schädel und den oberen Kieferknochen. Entzündet sich die Schleimhaut der Hohlräume, dann entsteht eine sogenannte Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), allgemein auch als Schnupfen bezeichnet. Schnupfen (Rhinitis) ist jedoch nur die Vorstufe der Nasennebenhöhlenentzündung. Die Erkrankung ist bei Kindern wie Erwachsenen recht häufig und gut heilbar.

Nebenhöhlenentzündung = Sinusitis

"Drei Tage kommt er, drei Tage steht er, drei Tage geht er" - Diese volkstümliche Weisheit stimmt leider nicht immer. Die Ausheilung einer akuten Sinusitis kann bis zu neun Wochen andauern. Kommt es mehr als viermal im Jahr zu einer akuten Sinusitis, dann wird von einer chronischen Nebenhöhlenentzündung gesprochen. Entzündete Schleimhäute schwellen an und bilden vermehrt Schleim. Durch die Sekretbildung in den Hohlräumen über, unter, hinter und neben dem Auge kommt es zu Druck- und Kopfschmerzen. Die Nase ist verstopft und der Geruchssinn beeinträchtigt. Zähflüssiges Sekret läuft durch Nase und Rachen ab. Im abklingenden Stadium wird es dünner, bis die Sekretbildung ganz aufhört.

Nebenhöhlenentzündung: Ursache

Entzündet sich die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen aufgrund einer Erkältung, wird die körpereigene "Müllabfuhr" gestört. Die Schleimhäute schwellen an, die Nase verstopft, es kommt zu übermäßiger Sekretbildung und die Nasennebenhöhlen werden nicht mehr ausreichend belüftet. Es bildet sich ein optimaler Keimboden für Viren und Bakterien. Verantwortlich für eine Nebenhöhlenentzündung sind unter anderem Rhino-Viren, Influenza-Viren sowie Bakterien wie Streptokokken, Pneumokokken und Staphylokokken. Ein Pilzbefall ist eher selten, kommt aber vor.

Behandlung und Vorbeugung

Nicht immer muss gleich mit Antibiotika angegriffen werden, zumal diese gegen Viren nicht wirken. Naturheilmittel helfen oft sehr gut, Dampfbäder und einige Tage Ruhe ebenso. Oberstes Ziel bei einer Nebenhöhlenentzündung ist es, die Schleimhäute zum Abschwellen zu bringen, um den Sekretfluss wieder zu normalisieren. In der Regel verschreibt der Arzt fiebersenkende Schmerzmittel und Nasentropfen. Bei zu langer Anwendung von medizinischen Nasensprays kann jedoch die Nasenschleimhaut austrocknen. Pflanzenpräparate sind eine gute Alternative.

Alternative Heilmittel
Propolis, Honig, Pflanzenextrakte, Inhalationen, Dampfbäder
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, HNO-Arzt
Auswirkungen
Schnupfen, vermehrte Sekretbildung
Begleiterscheinungen
chronische Sinusitis
Medikamente
Nasenspray, Scherz- und Fiebermittel
operative Behandlung
möglich (Polypen, Begradigung oder Erweiterung der Nasenscheidewand)
Symptome
Kopfschmerzen, Augenschmerzen, verstopfte Nase