Nervosität

Innere Unruhe kann viele Ursachen haben und ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich ausgeprägt. Von einfacher Prüfungsangst bis hin zu schweren psychosomatischen Störungen mit Angstattacken können die Symptome reichen. Nervosität kann jedoch auch eine Charaktereigenschaft und völlig normal sein. Nervöse Ticks im Kindesalter verschwinden meist in der Pubertät von selbst.

Nervosität = innere Unruhe

Eine innere Gemütsverfassung, die vom normalen Ruhezustand oder "Gelassenheitsgrad" eines Menschen abweicht, kann bei steigender Nervosität auch nach außen sichtbar werden. Deutliche Anzeichen sind Herzrasen, Schwitzen, Zittern, schnelle Aussprache, Lidflattern oder schnelles Hin- und Herlaufen. Betroffene haben das Gefühl, dass sie nicht zur Ruhe kommen, obwohl sie das möchten. Sollte die innere Unruhe dauerhaft anhalten und zur Belastung werden, ist ein Arzt aufzusuchen. Hyperkinetische Syndrome (ADHS) und das Tourett-Syndrom haben nichts mit Nervosität zu tun, sondern sind ernstzunehmende Krankheiten, die oft auch eine organische Ursache haben.

Nervosität: Ursachen

Besonders sensible (auch hypochondrische) Menschen sind anfällig für extreme innere Unruhe, die meist psychosomatisch bedingt ist. Stress und Schlafmangel sind eine weitere Ursache, ebenso Medikamenten-, Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Auch eine Überfunktion der Schilddrüsen sowie ein Übermaß an Kaffee oder Tee verursachen nervöse Störungen. Extremer Juckreiz (bei bestimmten Hauterkrankungen) ist ebenfalls verantwortlich für innere Unruhe - verständlich. Hinzu kommen nervöse Störungen bei Entzugserscheinungen.

Behandlung und Vorbeugung

Lampenfieber und Prüfungsangst sind positive nervöse Symptome. Hier verschwindet die Nervosität, sobald das auslösende Ereignis bewältigt wird. Schlafmangel kann ebenfalls abgestellt werden. Bei dauerhafter innerer Unruhe, bei der Panik und Angstzustände hinzukommen, muss ein Arzt die Ursachen abklären und eine entsprechende Medikation oder Therapie einleiten. Beruhigende Medikamente auf pflanzlicher Basis helfen meist nur bei leichter innerer Unruhe, jedoch nicht bei ernstzunehmenden Phobien.

Alternative Heilmittel
Johanniskraut, Baldrian, medizinische Kräutermischungen, Aromatherapie, Lichttherapie
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Psychologe, Psychiater
Auswirkungen
Zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen
Begleiterscheinungen
Panik, Angst, Phobien
Medikamente
verschiedene
operative Behandlung
nein
Symptome
innere Unruhe, äußere Unruhe