Nierenerkrankungen

Die Nieren gehören zu den wichtigsten Stoffwechselorganen des Menschen und sind in erster Linie für die Blutgesundheit verantwortlich. Können geschädigte Nieren diese lebenswichtigen Funktionen nicht mehr übernehmen, dann wird von einer Niereninsuffizienz gesprochen. Bei chronischen Nierenerkrankungen kommt es zum Versagen der Nierenfunktion. Die Betroffenen müssen regelmäßig zur Dialyse und warten oft jahrelang auf ein Spenderorgan.

Nierenerkrankungen = Nephropathie

Die paarigen Nieren produzieren Hormone und Botenstoffe und sorgen mit der Harnbildung für das Ausschwemmen von Toxinen aus dem Körper. Die eingeschränkte Funktion der Nieren aus unterschiedlichen Gründen ist erst der Anfang. Es folgen Blutarmut (Anämie) und Eisenmangel. Das Herz wird geschädigt, es kommt zu Herz-Kreislaufproblemen und die Patienten fühlen sich allgemein schlapp und nicht mehr leistungsfähig. Außerdem können Hautprobleme auftreten sowie Kopfschmerzen und natürlich Nierenschmerzen. In der Regel sind beide Nieren betroffen. Ein komplettes Nierenversagen ist nicht heilbar. Jedoch ist eine einzelne Spenderniere in der Lage, die Funktion von beiden Nieren zu übernehmen.

Nierenerkrankungen: Ursachen

Nierenerkrankungen entstehen durch Entzündungen der Nieren, Bluthochdruck oder Diabetes. Ein hoher oder unregelmäßiger Blutzuckerspiegel schädigt die Nieren. Durch die Fehlfunktion bzw. Unterfunktion der Nieren wird der Blutzuckerspiegel und Eiweißgehalt des Blutes erhöht, was wiederum zu einer weiteren Schädigung der Nieren führen kann. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Wenn die Hauptarterien der Nieren verkalken, kommt es unweigerlich zum Nierenversagen. Nierenerkrankungen passieren nicht von heute auf morgen. Häufig ist eine Nierenschwäche das erste Anzeichen. Häufige Entzündungen (Blasenentzündung, Nierenbeckenentzündung), sowie übermäßiger Alkoholgenuss, Medikamente und stark salzhaltiges Essen schädigen ebenfalls die Nierenfunktion. Auch eine Chemotherapie greift die Nieren an.

Behandlung und Vorbeugung

Der Arzt misst den Eiweißgehalt im Urin. Ein erhöhter Eiweiß- und Blutzuckerwert deutet auf eine Nierenerkrankung hin. Bei Bluthochdruck werden blutdrucksenkende Mittel verschrieben. Diese Medikamente wirken sich jedoch ebenfalls negativ auf die bereits geschwächten Nieren aus. Kommt es zum Nierenversagen, müssen die Patienten regelmäßig zur Blutwäsche (Dialyse). Der daraus resultierende Eisenmangel muss mittels Infusionen ausgeglichen werden, da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, das notwendige Eisen zu resorbieren. Bei Nierenbeschwerden, Schmerzen und dauerhaft farblosem Urin ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, um schwerwiegende Nierenerkrankungen auszuschließen oder rechtzeitig behandeln zu können.

Alternative Heilmittel
medizinische Kräutertees, Wärme
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Urologe
Auswirkungen
Blutarmut, Sauerstoffmangel, Eisenmangel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Begleiterscheinungen
Nierenversagen, Organversagen, Tod
Medikamente
blutdrucksenkende Mittel, Insulin, Eisen, Dialyse
operative Behandlung
Nierentransplantation
Symptome
Nierenschmerzen, Rückenschmerzen, geschwollene Hände oder Füße, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot, Kopfschmerzen