Rheuma / Arthritis

Eine Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder werden umgangssprachlich als Rheuma bezeichnet. Rheumatische Erkrankungen betreffen überwiegend den Bewegungsapparat und sind allgemein als Alterserkrankung bekannt. Das recht schmerzhafte Rheuma betrifft jedoch alle Altersgruppen und kann sogar bereits bei Kindern auftreten. Frauen erkranken doppelt so häufig als Männer.

Rheuma = rheumatoide Arthritis

Diese Form der entzündlichen Arthritis betrifft ausschließlich den Bewegungsapparat, hier speziell Gelenke, Sehnen und Schleimbeutel. Die Entzündung selbst befällt die das Gelenk umschließende Gelenkinnenhaut, womit die Produktion der "Schmierflüssigkeit" gestört wird. Das Gelenk reibt am Knochen und verursacht starke Bewegungsschmerzen. Betroffen sind vor allem Fingergelenke und Zehen. Die Beschwerden können plötzlich oder schleichend auftreten. Typische Symptome sind Schwellungen, Rötungen, Überhitzung und Steifheit der Gelenke (vor allem nach dem Aufwachen). Die Beschwerden treten oft symmetrisch auf. Die Folge solcher Gelenkentzündungen sind zum Beispiel verkrümmte, steife Finger. Selten betrifft die Erkrankung andere Gelenkverbindungen wie Hände, Schultern, Fuß- und Kniegelenke oder die Nackenwirbel.

Rheuma: Ursachen

Die Ursachen sind nicht vollständig erforscht. Eine rheumatoide Arthritis beginnt meist ab einem Alter von 40 Jahren. Entzündliche Prozesse, Immunerkrankungen oder Infektionen bereits in jüngeren Jahren kommen in Frage, ebenso eine erblich bedingte Veranlagung. Umwelteinflüsse, Kälte und Nikotinmissbrauch können ebenfalls ursächlich für rheumatische Erkrankungen sein. Rheuma tritt entweder in akuten Schüben oder schleichend auf. Unbehandelt kommt es zu Gelenkverformungen bis hin zu einer vollständigen Gelenkzerstörung.

Behandlung und Vorbeugung

Rheumatische Arthritis ist nicht heilbar, jedoch können die Beschwerden gelindert und der Krankheitsverlauf verzögert werden. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig. Bei Verdacht auf Rheuma wird der Arzt spezielle Untersuchungen vornehmen, z.B. eine Gelenkbeutelpunktion, um den Entzündungsherd lokalisieren zu können. Da es sich meistens um eine Autoimmunerkrankung handelt und die äußeren Schmerzherde nicht die eigentliche Ursache darstellen, können nur die Symptome behandelt werden. Schmerzmittel, Rheumasalben und Kältetherapie lindern die Schmerzen und halten die Entzündung auf ohne jedoch zu heilen.

Alternative Heilmittel
Bäder, Schlammpackungen, Bewegungstherapie, Kältetherapie
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Rheumatologe
Auswirkungen
Gelenkversteifung, Bewegungsschmerzen
Begleiterscheinungen
Gelenkzerstörung, Verformung
Medikamente
Schmerzmittel, Entzündungshemmer
operative Behandlung
möglich
Symptome
Schwellungen, Rötungen der Gelenke