Schmerzen

Schmerzen sind eine subjektiv empfundene Sinnenswahrnehmung, die der Körper mittels Schmerzrezeptoren als Signal aussendet, um auf Krankheiten oder Verletzungen hinzuweisen. Schmerzrezeptoren gibt es überall im Körper, deshalb kann der Schmerz in jedem Körperteil auftreten.

Schmerz = chronisches Schmerzsyndrom

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Nervenschmerzen - die Palette ist groß. Wenn es irgendwo "wehtut", dann liegt meist eine Erkrankung zugrunde. Schmerzen werden in akut oder chronisch untergliedert, stellen jedoch nur im letztgenannten Fall ein eigenes Krankheitsbild dar. Akut treten sie dann auf, wenn eine Verletzung oder Entzündung zugrunde liegt. Wenn die Beschwerden länger als sechs Monate andauern, dann kann von einer chronischen Schmerzerkrankung ausgegangen werden. Nahezu elf Millionen erwachsene Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen.

Schmerzen: Ursache

Eigentlich hat der akute Schmerz eine Signal- oder Schutzfunktion. Er zeigt an, dass dort, wo es schmerzt, näher nachgeschaut werden soll. Oberflächliche Wunden, Schnitte oder Schrammen verursachen einen Wundschmerz, der mit der Heilung abklingt. Nicht näher definierbare Schmerzen im Bauchbereich können auf Blinddarmreizung, Magengeschwür oder andere Krankheiten hindeuten, die nur von einem Arzt diagnostiziert werden können. Haltungsschäden und Verspannungen können länger andauernde Schmerzen in Rücken, Hals und Schultern verursachen. Erst wenn ein Schmerz anhält, ohne dass der Arzt die eigentliche Ursache feststellen kann, handelt es sich um ein eigenes Krankheitsbild: den chronischen Schmerz.

Behandlung und Vorbeugung

Schmerz ist keine Krankheit, der man vorbeugen kann. Als Körpersignal ist der Schmerz wichtig, um Krankheiten oder Verletzungen lokalisieren zu können. Chronischer Schmerz wird nach drei Arten unterschieden, die gesondert behandelt werden müssen: Nervenschmerzen, Zentralschmerzen, die vom ZNS (Hirn oder Rückenmark) ausgehen sowie psychosomatische Schmerzen. Hier helfen, neben leichten Schmerzmitteln, oft Akupunktur, Entspannungsübungen und/oder Psychotherapien. Akuter Schmerz wird mit Schmerzmitteln (Ibuprofen, Paracetamol, ASS) behandelt, in schweren Fällen (z.B. bei Tumorschmerzen) mit Opiaten. Migräneattacken sind eine besondere Form der Kopfschmerzen und bedürfen ebenfalls spezielle Medikamente (Triptane).

Alternative Heilmittel
Akupunktur, Massage, Bewegungstherapie, Schmerztherapie
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Orthopäde, Rheumatologe, Onkologe und weitere
Auswirkungen
Beeinträchtigung des Wohlbefindens
Begleiterscheinungen
chronischer Schmerz
Medikamente
verschiedene Schmerzmittel
operative Behandlung
möglich (je nach organischer Ursache)
Symptome
Schmerz in unterschiedlicher Intensität