Schrunden

Schrunden sind oberflächliche, manchmal auch tiefer gehende Einrisse der Haut, meist an Stellen, die starker Beanspruchung unterliegen wie Fußsohlen, Handballen oder Ellbogen. Bei Fliesenlegern und Menschen, die viel auf den Knien rutschend arbeiten, können Schrunden auch an den Knien vorkommen. Besonders anfällig für Hauteinrisse sind Diabetiker, Patienten mit Neurodermitis, Psoriasis oder Morbus Crohn.

Schrunden = Rhagade

Als Hautschrunden werden Hautrisse bezeichnet, die mitunter recht schmerzhaft sein können und vor allem an den Fußsohlen im Fersenbereich schwer heilen. In der medizinischen Fachsprache lautet die Definition folgendermaßen: Eine Schrunde (Rhagade) ist ein "meist narbenlos abheilender spaltförmiger Einriss in die Haut infolge Überdehnung bei herabgesetzter Elastizität." Kleinere Einrisse sind unproblematisch. Erst wenn der Riss bis in tiefere Hautschichten geht, wird es sehr schmerzhaft. Auch im Mundwinkel- und Lippenbereich können Risse entstehen, die ebenfalls Rhagade genannt werden. Im Schleimhautbereich werden die Hauteinrisse als Fissuren bezeichnet.

Schrunden: Ursache

Trockene, rissige Haut ist die Hauptursache für Schrunden an den Fußsohlen. Vor allem die Haut an den Fersen ist hohen Belastungen ausgesetzt und schützt sich oft mit Hornhaut. Zu dicke Hornhaut kann aufplatzen und leichte bis tiefe Risse hinterlassen, die sich nur sehr schwer wieder schließen. Extreme Belastungen, Kälte, falsche Pflege und schlechtes oder feuchtes Schuhwerk begünstigen die Entwicklung von Schrunden im Fußbereich. Diabetiker sind anfälliger für diese Hautverletzungen und sollten sich mit solchen Hautläsionen regelmäßig in kosmetische Behandlung begeben. Auch Patienten mit Autoimmunerkrankungen (Psoriasis, Neurodermitis) sind anfällig für Schrundenbildung.

Behandlung und Vorbeugung

Die spezifischen Hautrisse werden mit speziellen, fetthaltigen Schrundensalben behandelt, die es freiverkäuflich in jeder Apotheke oder Drogerie zu kaufen gibt. Schrunden-Fußbäder und antibakterielle Ölbäder sollen die Haut geschmeidig machen und die Heilung verbessern. Bei tiefen, klaffenden Wunden helfen mit Gel gefüllte Fersenpflaster und einige Tage Ruhe ohne Belastung der Füße. Die Hautrisse sollten nach einer Behandlung steril abgedeckt werden. Eine Entzündung der Schrunden ist unbedingt zu vermeiden, da es sonst zu einem Abszess kommen kann, der chirurgisch geöffnet werden muss.

Alternative Heilmittel
Propolis, Aloe Vera, Schmalz, Ölbäder
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Orthopäde, Dermatologe, medizinische Fußpflege
Auswirkungen
Hauteinrisse, Schmerzen bei Belastung, Bewegungseinschränkung
Begleiterscheinungen
Entzündungen, Abszess
Medikamente
Schrundensalbe, antibakterielle Salben
operative Behandlung
möglich (Abszessöffnung)
Symptome
trockene, rissige Haut, leichtes Brennen oder Jucken