Schuppenflechte

Als Schuppenflechte wird eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit bezeichnet, die punktförmig oder flächig und stark schuppend verschiedene Regionen der Hautoberfläche betrifft. Es sind unterschiedliche Arten und Typen der Schuppenflechte bekannt. Sie kann trocken, nässend oder als entzündliches Ekzem auftreten und betrifft vorwiegend, Kopf, Gesicht und Gelenkbeugen, kann aber theoretisch jede Körperstelle befallen.

Schuppenflechte = Psoriasis

Bereits etwa 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung hat der griechische Arzt Hippokrates diese Hautkrankheit beschrieben. Lange Zeit wurde die Schuppenflechte jedoch mit der von Milben verursachten Krätze oder gar mit Lepra verwechselt. Bei den inselförmigen Hautläsionen handelt es sich um eine kaum juckende, schuppende rote bis silbrige, leicht erhabene Flechte, bei der sich die Epidermis unaufhörlich krankhaft erneuert. Die Hautareale trocknen aus und können verhornen. Psoriasis im Kopfbereich und in der Nähe des Haaransatzes wird oft mit normaler Schuppenbildung verwechselt, verhindert die Versorgung der Haarfollikel und kann zu Haarausfall führen. Feuchte Psoriasis entsteht, wenn sich aufgekratzte Hautstellen durch eindringende Keime entzünden. Psoriasis kann jedoch auch andere Organe (Augen, Gelenke) befallen und stellt in schweren Fällen ein erhebliches Risiko für das Herz-Kreislauf-System dar.

Schuppenflechte: Ursache

Die Ursachen sind weitgehend unerforscht. Zu einem Großteil ist Schuppenflechte erblich bedingt. Auch neurologische Ursachen und eine schlechte Hautdurchblutung durch starkes Rauchen können eine Rolle spielen. Darüber hinaus werden eine Autoimmunreaktion und Umwelteinflüsse (z.B. Kosmetika) als Ursachen geltend gemacht. Auch Beta-Blocker können Psoriasis auslösen. Die genetischen Einflüsse sind weltweit unterschiedlich ausgeprägt. Etwa 2-3 % der westeuropäischen Bevölkerung leiden unter mehr oder weniger ausgeprägter Psoriasis, während es in den USA 4-5 % sind. Bei Asiaten, Schwarzafrikanern, Aborigines, Indianern und Inuit kommt die Erkrankung so gut wie nie vor, hingegen bei bis zu 12 % der Kasachen. Auch führt nicht jede erbliche Veranlagung zu einem Ausbruch der Krankheit.

Behandlung und Vorbeugung

Schuppenflechte wird mit speziellen Salben (häufig mit einem hohen Kortisonanteil) behandelt, kann jedoch nicht geheilt, sondern nur gelindert werden. Ölbäder und chinesische Kräutermedizin sollen ebenfalls helfen. Viele Betroffene berichten, dass sich die Symptome in der kalten Jahreszeit sowie bei Stress und seelischen Belastungen verstärken. Eine gesunde Lebensweise hilft, den Ausbruch einer Psoriasis "in Schach" zu halten, auch eine Ernährungsumstellung zeigt bei einigen Patienten Erfolge.

Alternative Heilmittel
Vitamin D, Öl, Kräuter, Akupunktur, Psychotherapie
Arzt/Fachgebiet
Dermatologe, Allgemeinmediziner
Auswirkungen
großflächige Ekzeme, Verhärtungen
Begleiterscheinungen
soziale Ausgrenzung, psychische Probleme, Herzschwäche
Medikamente
medizinische Salben, Harnsäurepräparate
operative Behandlung
möglich (bei tiefer Psoriasis)
Symptome
inselförmige, schuppende Hautveränderungen