Verbrennung

Als Verbrennung wird die Schädigung der Hautoberfläche (Epidermis) durch übermäßige Hitzeeinwirkung bezeichnet. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Sonnenbrand über Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten oder Gase, Brandverletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit brennbaren Materialien bis hin zu mechanischen Verbrennungen durch Reibung. Brandverletzungen treten bei Kindern deutlich häufiger auf als bei Erwachsenen. Untergliedert wird eine Verbrennung in vier Stufen.

Verbrennung = Brandverletzung

Eine einfache Brandverletzung (Thermo-Verletzung) wird sofort bemerkt. Die Haut rötet sich und schmerzt. Verbrennungen werden in vier Verbrennungsgrade untergliedert. Zur Stufe eins zählen leichter Sonnenbrand und kurzzeitiges Verbrühen durch zu heiße Flüssigkeiten. Bei einer Verbrennung zweiten Grades bildet die Haut Blasen und zeigt eine länger andauernde Rötung beim Heilungsvorgang. Die ersten beiden Verbrennungsgrade heilen in der Regel narbenlos ab. Doch auch hier kann ein hypovolämischer Schock auftreten, wenn die Hautoberfläche zu mehr als zehn Prozent betroffen ist. Bei Verbrennungen dritten Grades ist die Haut großflächig bis in tiefere Schichten verbrannt, stirbt ab und bildet nach der Heilung bleibende Narben. Eine Verbrennung vierten Grades bedeutet Verkohlung. Betroffene Körperteile werden irreparabel zerstört und müssen gegebenenfalls amputiert werden. Bei Kindern wird die Zehn-Prozent-Regel deutlich unterschritten. Als Vergleich gilt: Die Fläche einer Hand entspricht einem Prozent der gesamten Hautoberfläche. Großflächige Verbrennung belasten den Kreislauf, können zu Nierenversagen und zum Tod führen. Eine Sonderstellung nehmen Erfrierungen ein. Die Hautschädigungen weisen die gleichen Symptome auf, wie bei Verbrennungen zweiten oder dritten Grades.

Verbrennung: Ursache

Kleinkinder sind besonders im Haushalt gefährdet und können sich eine Brandverletzung leicht durch Verbrühen zuziehen, indem sie heiße Töpfe vom Herd oder die Kaffeekanne vom Tisch reißen. Die Motorik von Kindern ist noch nicht gefestigt und das Gefahrenpotential einer Verbrennung kann nicht eingeschätzt werden. Sorgloser Umgang mit zu heißem Badewasser kann schmerzhafte Verbrühungen verursachen. Der menschliche Organismus verträgt Temperaturen über 40°C nur bedingt, ab einer Temperatur von 50°C treten innerhalb weniger Sekunden Verbrennungen auf. Der Besuch einer Sauna stellt hier eine Ausnahmeerscheinung dar. Im Erwachsenenalter ist ein Großteil der erheblichen Verbrennungen auf Arbeitsunfälle, Haus- oder Flächenbrände, Explosionen sowie Verkehrsunfälle zurückzuführen. Jugendliche verbrennen sich häufig bei unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerkskörpern und Benzin (z.B. Feuerzeuge). Auch ein Stromunfall führt zu erheblichen Brandverletzungen. Wenn Schleimhäute durch das Einatmen heißer Dämpfe geschädigt werden, spricht man von einem Inhalationstrauma. Schwere Brandverletzungen und Inhalationstraumen treten normalerweise nicht unabhängig voneinander auf.

Behandlung und Vorbeugung

Brandverletzungen werden je nach Schweregrad unterschiedlich behandelt. Bei kleineren Verbrennungen ersten und zweiten Grades sowie bei Sonnenbrand reichen normalerweise Brandsalben und kühlende Umschläge aus. Eine Verbrühung der Hand beispielsweise soll sofort unter fließendes, kaltes Leitungswasser gehalten werden. Damit es nicht zu Entzündungsreaktionen kommt, sind auch bei leichteren Verbrennungen mit Blasenbildung entzündungshemmende Medikamente sinnvoll. Schwere Verbrennung größerer Hautareale stellen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar und können durch Vergiftungserscheinungen (Abbauprodukte übers Blut) zu Nierenversagen und zum Tod führen. Eine Verbrennung von mehr als 30 Prozent der Hautoberfläche gilt als tödlich, es gibt jedoch Ausnahmen. Offene Brandverletzungen müssen steril abgedeckt werden. Hat ein Brandopfer die Verbrennungen überlebt, werden Hautransplantationen zur Narbenbehandlung notwendig. Einzige Vorbeugung vor Brandverletzungen: Vorsicht!

Alternative Heilmittel
Kühlung, Propolis, Panthenol, Aloe Vera, Wasser (nur bei 1. und 2. Grad)
Arzt/Fachgebiet
Allgemeinmediziner, Dermatologe, Chirurg, Unfallchirurg
Auswirkungen
Gewebeverletzung in verschiedenen Schweregraden
Begleiterscheinungen
Schock, Nierenversagen, Narbenbildung, Tod
Medikamente
verschiedene
operative Behandlung
Hautverpflanzung, Narbenglättung
Symptome
Rötungen, Blasenbildung, Schmerzen