Wechseljahresbeschwerden

Wechseljahresbeschwerden sind vielfältig. Das Klimakterium ist eine natürliche Umstellung des Hormonhaushaltes einer Frau und im eigentlichen Sinne keine Krankheit. Trotzdem treten typische Wechseljahresbeschwerden auf, die unter anderem Einfluss auf die Psyche nehmen. Die Wechseljahre und ihre Beschwerden betreffen Frauen zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr. Die hormonelle Umstellung bis zur endgültigen Menopause kann bis zu 15 Jahre andauern.

Wechseljahresbeschwerden = Klimakterium

80 Prozent aller Frauen leiden während ihrer Wechseljahre an mehr oder weniger starken Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen oder allgemeinem Leistungsabfall bis hin zur Lethargie. Bei manchen Frauen sind die Wechseljahresbeschwerden so stark, dass sie ohne Behandlung kein erfülltes Leben führen können. Das Klimakterium wird in drei Phasen (Prämenopause, Perimenopause, Postmenopause) untergliedert, die jeweils unterschiedlich starke Wechseljahresbeschwerden hervorrufen können. Im Alter von etwa 60 Jahren ist das Klimakterium bei den meisten Frauen abgeschlossen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Aufgrund der guten medizinischen Versorgung und der gestiegenen Lebenserwartung in den fortschrittlichen Ländern macht die Lebensphase mit und nach der Menopause etwa ein Drittel der Lebenszeit einer Frau aus.

Wechseljahresbeschwerden: Ursache

Das Klimakterium leitet die Menopause einer Frau ein. Die monatliche Menstruation bleibt aus, jedoch nicht von einem Monat auf den anderen. Der Prozess ist langwierig und beginnt schleichend. Das Gleichgewicht der Hormone Progesteron (Gelbkörperhormon) und Östrogen gerät ins Schwanken. Diese Hormone sind vorwiegend für die Ausbildung der Eizellen verantwortlich und gelten als weibliche Hormone, obwohl sie auch bei Männern vorkommen. Die enormen Schwankungen des Östrogenspiegels haben Einfluss auf das vegetative Nervensystem, auf die Herztätigkeit, auf den Stoffwechsel und die Psyche. Die beiden Hormone Östrogen und Progesteron üben einen gegensätzlichen Einfluss auf das vegetative Nervensystem auf, wodurch es zu Unregelmäßigkeiten und den typischen Wechseljahresbeschwerden kommt. Trotzdem handelt es sich bei den Wechseljahren um einen vollkommen natürlichen Vorgang und keine Krankheit. Die Hormonumstellung betrifft übrigens auch Männer. Andere Ursachen für psychische Beschwerden sind Veränderungen der Lebensumstände. Die Kinder verlassen das Haus, das Aussehen (Haut, Haare) verändern sich, der Partner trennt sich eventuell etc.

Behandlung und Vorbeugung

Den Wechseljahren kann man nicht vorbeugen. Wechseljahresbeschwerden hingegen können durch geeignete Medikamente (oft auf hormoneller Basis) gelindert werden, die mit dem Arzt gemeinsam zusammengestellt werden. Die veränderte Hautbeschaffenheit wird mit speziell abgestimmten Pflegeprodukten unterstützt. Auch das Anerkennen des natürlichen Alterungsprozesses ist für viele Frauen schwer. Psychologische Beratung kann helfen. Soziale Kontakte sollen nicht vernachlässigt, persönliche Lebensziele neu definiert werden.

Alternative Heilmittel
Vitamine, Propolis, Aromatherapie, Lichttherapie, Sport
Arzt/Fachgebiet
Gynäkologe, Allgemeinmediziner, Psychologe
Auswirkungen
Menopause (natürlicher Vorgang)
Begleiterscheinungen
Schlafstörungen, psychische Probleme, Kreislaufprobleme
Medikamente
verschiedene
operative Behandlung
nein
Symptome
Hitzewallungen, Schweißausbrüche, unregelmäßige Periode